Krabben graben sich flink ein
In der Regel scheint es auf einer Insel
Krabben in Hülle und Fülle zu geben. Ich sehe gerade
etwa zwanzig auf einmal. Lucky, unser neuer Freund und
Jagdhelfer, zeigt großes Interesse an Krabben. Aber
wenn er sich den Krabben nähert, sind sie
seitwärts gehend schon in einem Loch verschwunden.
Lucky gibt aber nicht so schnell auf, er gäbt ein
Loch, scharrt und horcht und da ist sie wieder - die
Krabbe, sie will weg, er baut sich vor ihr auf. Wir
fühlen uns wie Robinson auf einer einsamen Insel und
unser treuer Gefährte wird gut für uns sorgen.
Flupps, da ist sie weg. Na ja, da gehen wir halt wieder
abends ins Hotelrestaurant Hühnchen mit Cashew
Nüssen oder mit rotem Curry essen.
Die nächste Bucht
Und schon endet unser Strand. Hinter der Palmen
bestandenen Landzunge beginnt die nächste Bucht. Große
zerbrochene Muscheln und Schnecken häufen sich am
Strand. Wir schauen nach unten, balancieren
zwischendurch. Da prescht Lucky vor. Er hat eine Ziege
aufgescheucht und verjagt. Als Jagdhund wäre er wohl
doch nicht geeignet. Besser, dass wir nicht Robinson
sind, sondern ein hervorragender Koch und zwei
Gehilfen schon jetzt Vorbereitungen für unser
Abendbrot im Hotel im Kerzenschein treffen. Ob wir
heute wieder die einzigen Hotelgäste sein werden? Das
Hotel ist ja ein richtiges Urlaubsversteck! Jetzt
entdecken wir ein kleines Zicklein. Es geht hinten in
die Knie und macht Pipi. Der Schreck war wohl doch
zuviel. Aber seine Ziegen-Mama ist nicht weit. Die
Insel ist nicht so groß. Da entdecken wir ein paar
einzelne Häuser auf Betonpfeilern. Hier hat man
offensichtlich Angst. Diese Fischerhäuser sind
vermutlich nach dem Tsunami entstanden. Auch unser
Hotel war betroffen und lange geschlossen.
Ausflug zur schönen thailändischen Kata Noi Bucht
Am nächsten Tag lassen wir uns zu einem
Aussichtspunkt auf Phuket fahren. Wir wollen den
Blick über die Inselwelt Thailands schweifen lassen. Auf dem
Berg eine Art Pavillon und viele thailändische Kinder.
Die mandelförmigen Augen strahlen, als ich ihnen das
Foto auf der Digi-Kamera zeige. Im Süden der Insel
Phuket leben viele Muslime. Auch das Fischerdorf
in der Nachbarbucht vom Hotelstrand ist muslimisch.
Alle haben uns offenherzig und lächelnd empfangen.
Unser Blick geht über drei halbkreisrunde Buchten.
Eine davon ist die schöne Kata Noi Bucht. Links
findet man große Granitsteine, die den feinpudrigen
Sandstrand säumen. Er ist den Stränden auf den
bekannten Seychellen-Fotos mindestens ebenbürtig. Genau neben
den Steinen warten ein paar Liegen auf uns. Frei. Am
breiten Strand nicht gerade viele Urlauber. Der
spektakuläre Strand hat eine rote Flagge. Baden auf
eigene Gefahr. Hin und wieder streicht eine Welle
unter unserer Liege durch. Hier in Thailand, an der
Kata Noi Bucht stimmt die Realität mit allen
Klischees vom Traumurlaub überein, so dass man
beständig meint zu träumen.
Hier bitte weiterlesen: Thailand Teil 6 >>
|