Billighotel - Luxushotel
Eigentlich ging es ja nur um eine Übernachtung.
In der Nähe des Flughafens von Phuket hatten wir drei Hotels
ausgemacht und eines für 28 Euro gebucht. Als aus der
Dusche fauliges Wasser kam, checkten wir innerhalb von
5 Minuten wieder aus. Mit dem Taxi ging es zum JW
Marriott Phuket, Resort und SPA, ein 5-Sterne-Hotel.
Bei der Einfahrt wurde der Wagenunterboden mit einem
Spiegel unterleuchtet. Dann wurden wir mit
Blumenkränzen aus violetten Orchideen und weiß
blühenden stark süßlich duftenden Blüten
empfangen. Schon mal im 5-Sterne-Hotel gewesen? Ich
nicht, aber ich liebte die Zeremonie. Da wir den Preis
für ein Zimmer mit Gartenblick bereits kannten (120
Euro, in einem lärmenden spanischen 4-Sterne-Hotel
zahlt man weit mehr), war uns vor dem Preis nicht
bange. Noch ein Erfrischungsgetränk, dass eine
frische Minzepflanze enthielt, und schon bekamen wir
unser Zimmer gezeigt. Die Hotelflure, offen,
überdacht, waren länger als unser gesamter
Inselstrand. Endlich unser Zimmer.
Zimmereinrichtung vom Feinsten
Der erste Eindruck war wow, der zweite Eindruck, so möchte ich eingerichtet sein und der dritte Verblüffung.
Zwischen dem Badezimmer und den beiden Queen-Size
Betten war ein Fenster. Mit Fensterläden, geschnitzt,
versteht sich. Ebenso der Zugang zum Balkon mit
Holzschnitzereien verziert. Auf dem Fernsehschrank ein
Drachenkopf aus Wurzelholz gearbeitet. Tee maker,
Minibar und eine Klimaanlage, die wir gleich mal
ausmachen. Unsere Wohlfühltemperatur in Thailand
liegt jetzt bei 27 Grad und nicht vornehmen 18. Neben
den Betten mit vielen vielen Kissen und einem
Elefanten aus Handtüchern gefaltet, ein Fernsehsessel
mit Fußbank und in der leicht erhöhten Fensternische
japanische Liegen mit einem Kerzenlicht auf einem
Bänkchen. Ein bodentiefes Fenster mit Blick in den
Palmen bestandenen Tropengarten des Hotels.
Flucht vor dem Blumenmädchen
Nach dem Duschen bereiten wir uns auf unsere Abreise vor und bügeln die Kleidung fürs
Flugzeug. Ich stehe da in Minishorts, mein Mann so wie
ihn Gott geschaffen hat. Da klopft es. Wir bitten zu
warten. Der Türknauf dreht sich. Ich ziehe ein Shirt
über, mein Mann huscht ins Bad. Da steht ein
Blumenstreumädchen vor der Tür. Sie will nur rasch
ins Bad und zeigt einen Beutel voller
Orchideenblüten. Ich stammele was auf Englisch. Sie
nickt, stoppt und ist weg. Das Bügeleisen hat einen
Abdruck auf meinen Bermudas hinterlassen. Was für
eine Aufregung. Aber wer kann schon behaupten, je vor
einem Blumenmädchen geflüchtet zu sein. Der
Hotelservice sollte noch krass werden. Frische
Eiswürfel, Bett aufdecken, die beiden Schildkröten,
die sicher aufs Kopfkissen sollten, fanden wir am nächsten
Morgen vor der Tür. Wir haben ein Säckchen mit der
Aufschrift Privacy please vor die Tür gehängt und
sehr gut geschlafen. An 5-Sterne Hotels in Thailand
kann man sich leicht gewöhnen.
Hier bitte weiterlesen: Thailand Teil 7 >>
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