Eine thailändische Insel mit nur einem Hotel
und Privatstrand
Zum Hotel kann man vom Phuket Chalong Pier hinübersehen, aber es bleibt unter den Palmwipfeln verborgen. Außerdem liegen anderthalb Kilometer Fahrt mit dem Longtailboot dazwischen. Die Insel, hügelig, erkennt man gut. Sie ist gar nicht so klein, aber
gewiss viel kleiner als Koh Samui oder Koh Phi Phi.
Auf der Insel Koh Lone befinden sich viele Palmen, ein
einziges Hotel, das maximal 24 Urlaubsgästen
Unterkunft bietet, und Lilien-artige Gewächse, die
ganze Blütenteppiche zaubern. Sehr hübsch. Leider
ist das Internet gestern Abend wegen der Flut
ausgefallen. Jetzt sitzen wir in einem Fotostudio mit
fünf Internetplätzen umgeben von riesigen Braut und
Hochzeitsfotos. In Thailand heiratet man offenbar
entweder traditionell in schimmernden
Goldbrokatkleidern oder in Weiß. Hier auf Phuket ist
es feucht-heiß. Urlaub wie in der Kräutersauna. Wir
fahren mit dem Taxi zum Pier zurück (100 Bhat, durch
40 geteilt ergibt 2,50 Euro). Das ist bezahlbar und
klimatisiert. Am Pier rufen wir unser einsames
Inselhotel an. Ob die was verstanden haben und das
Boot schicken?
Das Meer ist voller Yachten auf der einen Seite der Chalong Bucht
Und auf der anderen Seite der Bucht einige
traditionelle Longtailboote. Dieser Teil der Andamanen-See hat die typische
Postkartenfarbe. Wie ein Weißbrot, das in zuviel
Sonnenmilch gebadet hat, warte ich auf unsere
Überfahrt. Die Kleidung klebt. Das Boot hat am Strand
vor dem Pier angelegt. Jetzt das Bein brusthoch
hochschwingen und eine Rolle ins Boot hinlegen. Das
sieht flott aus, macht aber blaue Flecke. So eine
Robinsonade hat es in sich. Zum Glück müssen wir
nicht rudern.
Im Bungalow unseres Hotels angekommen
geht es unter die Dusche. Da erwartet uns ein
Blütenzauber. Die Zimmermädchen haben Blüten auf
einen riesigen umgedreht aufgestellten Terracotta-Pott
gestreut. Übrigens das ganze Bad liegt im Freien. Es
ist halb überdacht und zahlreiche Blumentöpfe zieren
die umgebenden Schulter-hohen Wände. Das hat was
Aufregendes an sich.
Das Hotelzimmer
Das Hotelzimmer im burmesischen Stil hat
einen Terracotta-gefliesten Boden, Holzwände, ein
hölzernes Himmelbett mit einem Moskitonetz darüber.
Das sieht so stilvoll und romantisch aus und ist so
hart! Jedes Paradies hat seine Schlage. Beim Schlafen
stupst man sich hin und wieder an, so dass man recht
übellaunig die Augen öffnet. Aber da ist es wieder:
Das zartblaue sanftrauschende Meer, die persönliche
Hängematte unter einem schützenden Blätterdach, nur
sechs Schritte von der eigenen Terrasse entfernt.
Jeden Morgen inszeniert die Natur neue Farben, Töne
... Wir haben 330 Fotos geschossen, ohne an einigen
Tagen die Insel oder auch nur unseren persönlichen
Privatstrand auf Koh Lone zu verlassen. Wir baten um
eine weichere Matratze und erhielten einen neuen
Bungalow vom Hotelmanager.
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