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Venedig und viele Emotionen (Teil 7)

 


Venedig, ein venezianisches Restaurant, blühender Oleander in Venedig und ich

Etwas irritiert von soviel weiblicher Irrationalität lädt mich mein Begleiter zum Essen ein. Ich blicke auf das fast schon etwas unwirkliche, durchscheinende milchige Blau des Canale San Toma. Ich kriege meine Tränen noch immer nicht in den Griff. Was passiert nur mit mir hier in Venedig? Wir gehen also etwa 30 bis 50 m zum Restaurant. Ein Chinese. Blühende Oleanderbüsche in Kübeln umgeben die vier Tische. Die Speisekarte bietet chinesisch-italienische Spezialitäten.


Venezianische Restaurantpreise, anders als im Reiseführer angedroht

Wir wählen Spaghetti, was sonst; und Hähnchen, kleingeschnetzelt in Soße. Wieder überraschen uns die Preise in Venedig und zwar positiv. Ein Teller Spaghetti kostet 3,20 EURO. Zuhause in Hessen kostet das mehr. 


Alle sind nett in Venedig, nur ich bin schnief-peinlich

Ich sitze und schniefe im Restaurant. Die jungen Mädchen am Nachbartisch sind zu beschäftigt mit Essen. Vereinzelt kommen Touristen vorbei. Es ist mir peinlich, so verheult dazusitzen. Die können ja nicht wissen, dass ich vor tiefer Bewegtheit heule. Vielleicht glauben Sie, mein Begleiter habe mir gerade eine runter gehauen oder feige im Restaurant Schluß gemacht, damit es keine Szene gibt.  Mein Taschentuchvorrat ist erschöpft.


Es ist für alles gesorgt, auch für Venedigbesucherinnen (wie mich)

Ich bedien' mich am Papierservietten-Spender. Sind die venezianischen Restaurants vielleicht auf (über-) emotionale Venedig-Besucherinnen eingestellt? Langsam muss ich über mich selbst lachen, mein Begleiter wirkt verlegen und recht betreten, was mich noch mehr erheitert. So lache und weine ich zugleich.

Endlich kommt das Essen: Spaghetti mit Chili. Jetzt kann ich's wenigstens auf's scharfe Essen schieben.

 

 

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