In Abu Dhabi scheinen zwei Welten aufeinander zu treffen. Hochmoderne Glasfassaden von Hochhaustürmen und arabische Traditionen. Schon auf dem Flughafen sieht man Herren in weißen Gewändern wie aus tausend und einer Nacht. Wer mag ein Scheich sein? Bei der Ankunft im Hotel erzählt uns die Reiseleiterin, dass man bereits an der traditionellen Kleidung erkennen kann, wer Besitzer eines Kamels ist. Die Kopfbedeckung wird dann von einer schwarzen Kordel umschlungen. Das sogenannte Kamel-Seil. Da es in der Wüste keine Bäume gibt, woran man ein Kamel festbinden könnte, bindet man ein Bein des Kamels hoch, so kann es nicht weglaufen. Und was es noch so mit dem Kamel-Seil auf sich hat, erfahren wir auch gleich. Nur reiche Kamelbesitzer dürfen ein solches Kamelseil tragen. Das schwarze Kamelseil ist somit Statussymbol und darf somit nicht fehlen, wenn in ein Auto gestiegen wird, das meist sehr viele Pferdchen unter der Haube hat. Moderne trifft Orient in Abu Dhabi. Es ist heiß in Abu Dhabi. Wir sitzen im Mini Bus vor dem Hotel und warten auf zwei Nachzügler. Der Motor läuft und glücklicherweise die Klimaanlage. Eigentlich wollen wir nur eins: in Abu Dhabi Relaxen. Wasser ist weit kostbarer als Benzin erfahren wir von der Reiseleiterin. Autos werden mit Benzin statt mit Wasser gewaschen. Jeder Tropfen Trinkwasser wird aus einer Entsalzungsanlage im Golf von Arabien gewonnen. Die Salzkonzentration des Meerwassers beträgt bereits 4,3 %. Dadurch trägt das Wasser sehr gut. Das aus Meerwasser gewonnene Trinkwasser hat in Abu Dhabi einen sehr guten Geschmack und auch sehr gute Qualität. Allerdings würden die 800 000 Einwohner Abu Dhabis (Juni 2010) binnen 2 Tagen oder 48 Stunden auf dem Trockenen sitzen und natürlich auch wir Touristen. Das meiste Wasser wird für die Bewässerung von Parkanlagen und Hotelgärten und Hotelpools verbraucht. Aber auch der Pro-Kopf-Verbrauch erscheint gigantisch. Wie oft duscht man sich hier, denke ich bei mir. Endlich geht es los zum Abu Dhabi Beach Club. Inzwischen sind es 44 Grad im Schatten. Es geht an einem kleinen künstlichen Bachlauf entlang zu den gekühlten Pools. Ich sehe prächtige Koikarpfen und finde, dass es hier angenehm erfrischend ist. Die Palmen rascheln im Wind. Nur ein feiner Staub, der leicht zwischen den Zähnen knirscht und nach gar nichts schmeckt, zeugt davon, dass irgendwo in der Wüste ein Sandsturm ist. Der feine gelbe Sandstaub legt sich auch auf die Autos. Wer hier parkt tut dies besser in einer Tiefgarage. Ein Parkservice springt herbei und fährt das Auto wieder vor, berichtet die Reiseleiterin. So geht das also hier. Nach einer halben Stunde süßen Nichtstun im Pool, der wie ich bereits erwähnte, angenehm gekühlt ist gehen wir an die Pool-Bar. Ach ja, wir sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier relaxt man im Beach Club bei gesunden Smoothies und nicht mit Alkohol. Die frisch gepressten Obstsäfte, ich wähle Erdbeere, sind echt lecker. Abu Dhabi ist ganz nach meinem Geschmack - hier kann ich Abu Dhabi erleben.
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