|
|
|
||||
|
|
Status
This job posting is CLOSED. No quotes can be placed
anymore.
Become a TRADUguide member to quote on future jobs like this.
Click here to register!
Not a member yet? Click here to register!
Request for translation quotes from freelance translators / translation agencies
Deutsch > Englisch: Reisebeschreibung, 50 Seiten à 500 Wörter
Der Text beschreibt Architektur und Städte anhand einer Reise, die zweimal angetreten wurde, einmal als junger Mensch und dann 30 Jahre später. Der Autor verliert sich nicht nur in Beschreibungen der Schönheit der Wüstenarchitektur, der Wüste und der Farbtöne der Städte, sondern es werden auch Kindheitserinnerungen in ihm wach.
Schon bald nach Antritt der Reise stellt sich eine Frage: Wohin geht die Reise?
Als Übersetzer sollten Sie Interesse an Literatur und Architektur haben, natürlich wären Referenzen hilfreich. Wichtig ist neben einer flüssigen Schreibweise in International English vor allem eine Eigenschaft: Seelengröße.
Das Buch erscheint in Kürze in deutscher Sprache.
Es sind 50 Seiten a 500 Wörter.
Etwa bis Ende Juli möchte ich den fertigen Text haben. Ist dieser Termin für Sie realistisch?
Beispieltext:
Man sagt: Kashan ist wie eine einstige Liebe, sie besteht nur noch aus Erinnerung, verflossener Jugend, verblasster Schönheit.
Man sagt: Das Rot in Kashan sei röter als anderswo. Vielleicht ist es das Blut an den Fingern der kleinen Mädchen, vielleicht die Schminke, die den erwachsenen Teppichknüpferinnen meist versagt bleibt, vielleicht ist es die unerfüllte Liebe, vielleicht die verlorene Kindheit – man weiß es nicht genau.
Man sagt: Kashans Teppiche zeigen ihre Schönheit erst im Lauf der Zeit.
Man sagt: Je mehr Füße einen Teppich betreten, desto glänzender und leuchtender werden seine Farben.
Man sagt nicht jedem: Du bist wie ein Teppich aus Kashan, mit dem Alter wirst du immer schöner.
Man sagt: Es kamen viele Diebe nach Kashan, auf der Suche nach den Kostbarkeiten, die ein Erdbeben vor mehr als 200 Jahren unter dem Basar begraben hatte. Viele Schätze wurden geborgen, viele Diebe reich, manch einer wurde zum Tode verurteilt.
Man sagt: Die Bewohner der neuen Stadtteile leiden unter Krankheiten, die den Bewohnern der Altstadt fremd sind.
Man sagt: Heirate keine Teppichknüpferin, denn sie können keine Kinder bekommen. Angeblich soll sich bei Frauen, die schon als kleine Mädchen tagein, tagaus am Teppichstuhl sitzen, die Gebärmutter nicht richtig entwickeln. Die meisten Teppichknüpferinnen bleiben ihr Leben lang allein.
Man sagt vieles in Kashan– manches ist wahr und manches nur Wunsch.
....Dann betrat ich durch schwere fünf Meter hohen Eichentüren das riesige Rund der Tîmtscheh: in den Arkaden des Erdgeschosses die Büros der Teppichhändler, durch die man auf Zwischenböden, in Keller, in ein weit verzweigtes System von Nischen und Fluren gelangt; in den umlaufenden Bogengängen die oberen Räume, wo einst Cafés, Restaurants, Werkstätten waren. In einer der wenigen besetzten Werkstätten in der Tîmtscheh fiel mir ein Teppichmustermaler auf, tief versunken in seiner Arbeit. Er zeichnete keine der herkömmlichen Muster, wie man sie für die Massenproduktion verwendet, keine Blütenfelder, keine Paradiesgärten, keine Jagdszenen. Mit einfachen Pinselstrichen gestaltete er ein Meer von Farben und Formen, kompliziert ineinandergreifende Linien, die zu einem Zentrum führten, um sich von dort in Wellen wieder auszubreiten. Es gab Muster, die einer Formel glichen und die mich an eine geheime Schrift erinnerten, es waren individuell aneinandergereihte abstrakte Zeichen, Ornamente und Farbkombinationen, sehr untypisch für Kashan. Seine Muster waren wie Briefe, die ich nicht entziffern konnte. Waren sie Zeichen für eine ungestillte Sehnsucht?
Der Mann war hochgewachsen, sehr dünn und sehr alt. Er war unrasiert, seine Haare waren zersaust, sein Gesicht voller winziger Falten, sie verliehen seinem Gesicht geheimnisvolle Züge. Die Falten ergaben zwangsläufig ein Muster, das mich neugierig machte, sie zu studieren, zu erfahren, was hinter diesem erlebten Leben stand. Seine grauen Brusthaare schauten unter seinem verblichenen abgetragenen Hemd hervor. Er trug eine zerschlissene Hose, die ein Bindfaden zusammenhielt. Sein Rücken war leicht gekrümmt und die Falten in seinem Gesicht hätte man für Narben halten können. Zwischen den Lippen hing ihm eine Zigarette, an der er gelegentlich zog, ohne sie abzunehmen. Er zündete sich eine neue an, sobald die alte zu Ende ging. Er arbeitete ohne Unterbrechung, in völliger Konzentration, so, als betete er. So konzentriert sein Gesicht während der Arbeit auch war, machte er dennoch einen Moment später den Eindruck endloser Zerstreutheit. Irgendwann blickte er auf. Er hatte junge traurige Augen, die mich unverwandt anschauten. Er bot mir einen Hocker an. Als ich ihn nach der Herkunft und Bedeutung seiner Muster fragte, blickte er mich schweigend an sagte dann: »Was du suchst, kann man nicht mit bloßem Auge erkennen, dazu braucht man innere Augen. Er sagte: alles existiert bereits in uns, man muss hinsehen, und erkennen und dafür muss man lernen deinen Blick zu schärfen. «
Language pair(s)
German
> English
About the outsourcer
The outsourcer information has been removed because this job posting has already been closed.
You cannot place a quote anymore because this job posting has already been closed.
Subscribed to calls for feedback?
Please subscribe to feedback
calls to share your experience on the Feedack Forum.

When subscribed you will receive requests to leave feedback on translation outsourcers.
Click here to subscribe.